Tiergestützte Pädagogik an der Paul-Moor-Schule

„.... Der junge Mensch braucht seinesgleichen nämlich Tiere,

überhaupt Elementares, Wasser, Dreck, Gebüsche, Spielraum.

Man kann ihn auch ohne all das aufwachsen lassen,

mit Teppichen, Stofftieren oder auch aufasphaltierten Straßen und Höfen.

Er überlebt es, doch man darf sich dann nicht wundern, wenn er später

bestimmte soziale Grundleistungen nie mehr erlernt.“

Alexander Mitscherlich

 

1. Tiergestützte Pädagogik

Tiergestützte Aktivitäten im Unterricht und in Fördermaßnahmen erhalten in den letzten Jahren insbesondere im Rahmen der Sonderpädagogik eine immer größere Bedeutung. Diverse Studien bestätigen die positiven Effekte auf mehreren Ebenen. Durch die tiergestützte Pädagogik wird eine ganzheitliche, die Persönlichkeit des Schülers betreffende Förderung erzielt. Wahrnehmung, Psyche, Motorik und Kognition werden gleichermaßen angeregt, diverse soziale Kompetenzen werden angesprochen. Der unmittelbare, tägliche Umgang mit den Tieren schafft eine besondere, naturnahe und lebendige Atmosphäre. fächerübergreifendes, ganzheitliches und handlungsorientiertes Lernen steht im Vordergrund.

Laika und Moorle

Tiere sind für uns Menschen nicht nur Beute oder Nutztiere, sie sind Verbündete, Beschützer, Krafttiere, Tröster in einsamen Stunden, Begleiter, Freunde. Das Tier stellt für die Kinder und Jugendlichen einen authentischen Partner dar, der grundlegende soziale Bedürfnisse befriedigt (z. B. den Wunsch nach Nähe und Akzeptanz) und den Menschen in seinem Menschsein nicht bewertet. Insbesondere für Schülerinnen und Schüler im sonderpädagogischen Bereich ist das eine wertvolle Erfahrung, die der „normale“ Unterricht nicht bieten kann. Im täglichen Umgang mit Tieren können Beziehungen auf verschiedenen Ebenen „geübt“ werden, Gefühle können ohne Angst ausgelebt werden. Tiere sind authentische Wesen, sie setzen den Schülerinnen und Schülern klare Signale und damit direkte Grenzen. Sie sind ein wertvolles Medium der integrativen Arbeit. Tiere können Menschen aus ihrer Isolation holen, können trösten und motivieren, einnonverbaler Dialog ist möglich.  


 

Folgende Ziele stehen bei dertiergestützten Pädagogik im Mittelpunkt:

 

  • Natur mit allen Sinnen wahrnehmen
  • Allgemeine Wahrnehmungsschulung (taktil, olfaktorisch, visuell,...)
  • Achtung und Respekt vor der Natur (Pflanzen und Tiere) wecken
  • Landwirtschaftliche Produkte kennenlernen und in einen Sinnzusammenhang in Bezug auf Tiere bringen (Heu,Stroh, Getreide, Mist, Eier...)
  • Entspannung und Erholung beim Beobachten der Tiere und beim Zusammensein mit ihnen erleben
  • Eine vertraute Beziehung(Bindung) zum Tier aufbauen
  • Empathie entwickeln
  • Verantwortung für einLebewesen wahrnehmen/ übernehmen
  • Verbessertes Sozialverhalten im zwischenmenschlichen Kontext (Übertragung der erworbenen Fähigkeiten aufandere Bereiche)
  • verbesserte Eigenwahrnehmung und Reflexion
  • Steigerung des Selbstwertgefühls, des Selbstbewusstseins und der Handlungsmotivation
  • Bessere Konzentrations- und Schulleistungen durch angstlösende, aggressions- und stressabbauende Wirkung

 

 

2.Tiere in der Paul-Moor-Schule

 

An der Paul-Moor-Schule finden seit einigen Jahren außerschulische Aktivitäten mit diversen Tieren im Jugendzentrum „Der Bauhof“ und im Seminarhaus Idensen statt (Langzeitprojekte und AGs).

Die Besuchshündin „Laika“ (Dackel-Dalmatiner-Mix) wurde durch verschiedene Fortbildungen auf ihreTätigkeit in der Schule vorbereitet und ist an zwei Tagen pro Woche u.a. in Form von gezielten Fördermaßnahmen in den Unterricht einer Stammklasse und einer Fachklasse integriert.  


 

Im Mai 2013 wurden an unserer Schule vier kleine Kater geboren (s. die Geschichte von Pauline und ihren Kindern). Einer der Kater, Moorle, wird regelmäßig an 3-4 Tagen pro Woche im Unterricht in zwei Klassen eingesetzt.  


 

Im Juni 2015 zogen vier Meerschweinchen in der Paul-Moor-Schule ein. Sie leben in einem wunderschönen Häuschen auf einem der Hochbeete hinter der Klasse 2. Nach der ersten Eingewöhnung und den ersten Zähmungsschritten wechseln sich die Klassen nun im vierwöchigen Turnus in der Versorgung der Meerschweinchen ab und bauen so allmählich Vertrauen und Nähe zu den Tieren auf. 


 

Die Meerschwein-Villa


 


 

 

 

Die Geschichte von Pauline

 

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